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5 min

Dem legendären Shangri-La so nah

Fernost
Michael Metzner
21.6.2026
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Ein Erfahrungsbericht von Michael Metzner

# TischlerTeam Geschäftsführer

Shangri-La – schon der Name trägt eine besondere Verheißung in sich. Er steht für ein verborgenes Paradies, für Frieden, Harmonie und eine zeitlose Schönheit, die mehr ist als nur eine schöne Landschaft. Bekannt wurde der Begriff wohl erstmals 1933 durch James Hiltons Roman Der verlorene Horizont. Darin beschreibt Shangri-La ein verstecktes Tal im Himalaya, indem die Menschen im Einklang mit der Natur leben – fernab von der Unruhe der modernen Welt.

Diese Vorstellung hat mich schon immer fasziniert. Vielleicht, weil sie eine Sehnsucht berührt, die viele Reisende in sich tragen: die Suche nach einem Ort, an dem die Welt für einen Moment langsamer wird. Nach Landschaften, die größer wirken als der Alltag. Nach Begegnungen, die bleiben.

Und tatsächlich gibt es einen realen Ort namens Shangri-La. Er liegt in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas – in einer Region, die der mythischen Vorstellung erstaunlich nahekommt.

Auf der alten Tea Horse Road

Ich war vor Kurzem mit LUX* China in Yunnan unterwegs, entlang der alten Tea Horse Road. Dieser historische Handelsweg verband über Jahrhunderte die Teeregionen Südwestchinas mit Tibet und darüber hinaus. Tee, Pferde, Salz, Gewürze, Geschichten und Traditionen wurden hier transportiert –und noch heute spürt man, dass diese Route mehr ist als eine Verbindungzwischen Orten.

Sie ist ein kultureller Faden durch eine faszinierende Bergwelt.

Die Hotelgruppe The LUX Collective hat unter dem Label LUX*China mehrere Boutiquehotels entlang dieser Route eröffnet, unter anderem in Lijiang, Shangri-La und Benzilan. Genau diese Verbindung aus exponierter Lage, persönlicher Betreuung und tiefen Einblicken in die Kultur der Region macht die Reise so besonders.

Für mich passte das auf eine sehr natürliche Weise zur Philosophie von Tischler Reisen: persönlich unterwegs sein, mit Zeit für Begegnungen, mit einem guten Guide an der Seite und mit Hotels, die nicht einfach nur Unterkunft sind, sondern Teil des Reiseerlebnisses.

Lijiang – zwischen Altstadt und Schneeberg

Meine Reise begann in Lijiang, einer Stadt, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat trotz ihrer Bekanntheit viel Charme bewahrt. Kleine Gassen, Wasserläufe, traditionelle Häuser und immer wieder der Blick in Richtung der Berge – Lijiang ist ein Ort, an dem man sich treiben lassen möchte.

Besonders beeindruckt hat mich die Lage vor der Kulisse des Jade-Drachen-Schneebergs. Diese Bergwelt wirkt gewaltig, aber nicht abweisend. Anders als in vielen hochalpinen Regionen Europas bleibt die Landschaft hierselbst in großen Höhen erstaunlich grün. Noch auf über 4.000 Metern findet man üppige Vegetation – ein Bild, das mich überrascht und begeistert hat.

Auch die Infrastruktur war für mich eine Überraschung. Breite, gut ausgebaute Straßen führen bis weit hinauf in die Bergregionen. Man reist komfortabel, ohne dass das Gefühl von Weite und Abgeschiedenheit verlorengeht.

Kultur, die man nicht nur anschaut

Was diese Reise für mich besonders gemacht hat, waren die vielen Einblicke in chinesische und tibetische Traditionen. Es ging nicht darum, Kultur nur aus der Distanz zu betrachten. Vielmehr entstanden immer wieder kleine Momente, in denen man etwas verstehen, ausprobieren oder zumindest erahnen konnte.

Kalligraphie, Thangka-Malerei, Teezeremonien – jede dieser Erfahrungen öffnete ein kleines Fenster in eine Welt, die reich an Symbolen, Handwerk und Geschichte ist. Gerade solche Begegnungen bleiben mir oft stärker in Erinnerung als große Sehenswürdigkeiten. Sie geben einer Reise Tiefe und machen sie persönlicher.

Dazu kam die herzliche chinesische Gastlichkeit, die uns überall begegnete. Aufmerksam, freundlich, manchmal fast fürsorglich – und immer verbunden mit gutem Essen.

Shangri-La – ein Name wird Wirklichkeit

Von Lijiang führte die Reise weiter nach Shangri-La. Schon der Weg dorthin ist eindrucksvoll: Gebirgspässe, weite Täler, klare Luft und immer wieder Ausblicke, bei denen man automatisch stiller wird.

Shangri-La selbst ist stark von tibetischer Kultur geprägt. Besonders das Songzanlin-Kloster, majestätisch in die Landschaft eingebettet, zählt zu den eindrucksvollsten Orten der Reise. Es ist ein Platz, an dem Architektur, Glaube und Bergwelt auf besondere Weise zusammenfinden.

Hier versteht man, warum dieser Ort mit der Idee eines irdischen Paradieses verbunden wurde. Nicht, weil alles perfekt odermärchenhaft wäre, sondern weil die Landschaft eine Ruhe ausstrahlt, die man selten findet. Die Weite, das Licht, die Gebetsfahnen im Wind und die Nähe zu den südlichen Ausläufern des Himalayas schaffen eine Atmosphäre, die langenachwirkt.

Benzilan – Panoramen am Yangtze

Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt nach Benzilan. Die Strecke führt über spektakuläre Gebirgspässe und bietet immer wieder großartige Ausblicke auf den Yangtze. Es sind diese Fahrten, bei denen man merkt, dass nicht nur die einzelnen Stationen zählen, sondern auch der Weg dazwischen.

Benzilan selbst wirkt ruhiger und kleiner als Lijiang oder Shangri-La. Gerade darin liegt der Reiz. Das Dorf ist malerisch gelegen und bietet einen guten Ausgangspunkt, um die Natur und die kulturelle Vielfalt der Region intensiver zu erleben.

Auch hier zeigt sich die Stärke des LUX* Konzepts: Die Hotels liegen nicht zufällig an schönen Orten, sondern sind so eingebunden, dass man Landschaft, Kultur und Komfort miteinander verbinden kann. Nach einem Tag voller Eindrücke zurückzukehren, gut zu essen und persönlich betreut zu werden, ist ein großer Teil des Reisegefühls.

Kleine Freuden unterwegs

Kulinarisch wurde ich auf dieser Reise rundum verwöhnt. Die Küche Yunnans ist vielfältig, aromatisch und stark von der jeweiligen Region geprägt. Es gibt lokale Spezialitäten, wärmende Gerichte, frische Zutaten und immer wieder neue Geschmäcker.

Und ja: Auch auf guten Kaffee muss man nicht verzichten. Die LUX* Pop-up Cafés sind kleine, charmante Überraschungen unterwegs – besonders an Orten, an denen man nicht unbedingt damit rechnet. Für mich sind es genau solche Details, die eine Reise abrunden. Sie nehmen dem Abenteuer nicht seine Echtheit, sondern machen es auf angenehme Weise leicht.

Persönlich reisen in Chinas Südwesten

Die alte Tea Horse Road mit LUX* China zu entdecken, war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Die Kombination aus beeindruckender Landschaft, tief verwurzelter Kultur, sehr guter Betreuung und besonderen Boutiquehotels funktioniert außergewöhnlich gut.

Was mich besonders überzeugt hat, ist die persönliche Begleitung durch erfahrene Guides und die Teams in den verschiedenen Hotels. Man fühlt sich nicht einfach nur organisiert, sondern wirklich betreut. Für unsere Art des Reisens ist das ein entscheidender Unterschied.

Eine beispielhafte achttägige Privatreise führt ab und bis Lijiang über Shangri-La und Benzilan. Die einzelnen LUX* Resorts lassen sich aber auch individuell zu maßgeschneiderten Routen kombinieren – je nachdem, wieviel Zeit man mitbringt und welche Schwerpunkte man setzen möchte.

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