Ein persönlicher Reisebericht von
Monika Puffer - Beratung & Verkauf bei Tischler Reisen
Ein Glas Sekt zum Sonnenuntergang zwischen Reisfeldern. Eine Segnung in einem buddhistischen Tempel. Vogelstimmen in den Teebergen. Und ein wilder Elefant, der beim Sundowner plötzlich am Strand entlang spaziert. Wenn ich an Sri Lanka zurückdenke, sind es genau diese Bilder, die geblieben sind.
Meine Reise führte mich zunächst durch das kulturelle Dreieck und entlang der Ostküste. Danach ging es weiter ins grüne Teehochland, über Ella zum Yala Nationalpark und schließlich an die Südküste bis nach Galle. Eine Reise durch ganz unterschiedliche Landschaften – und voller kleiner Geschichten, die oft ganz unerwartet entstanden.


Zwischen Reisfeldern und alten Königsstädten
Im kulturellen Dreieck liegt das Uga Ulagalla versteckt zwischen Reisfeldern und Wald. Ein wunderbar stiller Ort und gleichzeitig ideal, um einige der großen Kulturschätze Sri Lankas zu entdecken.
Einer davon ist Sigiriya. Wer den berühmten Löwenfelsen erklimmen möchte, sollte früh starten. Aber auch von den Water Gardens aus ist der Blick auf die Felsenfestung beeindruckend. Besonders spannend fand ich die VR-Experience, die zeigt, wie Sigiriya einst ausgesehen haben könnte.
Am Abend ging es mit dem Jeep hinaus aufs Land: vorbei an Dörfern und Bauernhöfen, durch Reisfelder bis zu einem stillen See. Dort wartete der Sonnenuntergang – und später ein Kamatha Dinner mitten in den Reisfeldern, bei dem Frauen aus dem Dorf traditionelle Currys zubereiteten. So schmeckt Sri Lanka. Und so fühlt es sich an.
Begegnungen, die bleiben
In Anuradhapura kamen wir während eines buddhistischen Tempelfestes an und durften eine Zeremonie mit Opfergaben miterleben. Später, in einer Tempelanlage bei Trincomalee, begegnete ich einer älteren Dame und ihrer Familie.
Nur eine kurze, zufällige Begegnung – und doch einer meineremotionalsten Momente der Reise.
Genau solche Augenblicke machen Sri Lanka für mich aus. Diegroßen Sehenswürdigkeiten beeindrucken – die Menschen bleiben im Herzen.
Dschungel, Meer und ein Elefant im Lotusfeld
An der Ostküste treffen Tropengrün und Indischer Ozean aufeinander. Im Uga Jungle Beach beginnt der Tag mit dem Sonnenaufgang am Meer. Von hier ging es per Tuk-Tuk durch kleine Dörfer, vorbei an Reisfeldern und Seen.
Und plötzlich stand da ein wilder Elefant – mitten auf einer Wiese, umgeben von blühenden Lotusblumen. Kein geplanter Programmpunkt, sondern einfach Sri Lanka.
Weiter südlich wartet Passikudah mit hellem Sand und türkisfarbenem Wasser. Mein Lieblingsplatz dort: der Elephant Rock Beach mit seinen Granitfelsen – fast ein wenig Seychellen-Feeling mitten in Sri Lanka.
Wo die Welt nach Tee duftet
Im Hochland verändert sich Sri Lanka. Die Luft wird kühler,die Straßen kurviger und die Landschaft leuchtet in unzähligen Grüntönen.
Bei den Ceylon Tea Trails wohnte ich in einem historischen Bungalow mitten in den Teeplantagen. Mein schönstes Erlebnis hier war eine Wanderung auf dem Pekoe Trail. Der Weg führt durch Plantagen und kleine Bergdörfer, über schmale Pfade und grüne Bergrücken.
Geblieben sind mir der Blick auf den Adam’s Peak, Vogelstimmen, die Stille der Berge – und aus der Ferne immer wieder die Gesängeder Hindu-Tempel.
Sri Lanka kann wunderbar leise sein.
Wilde Momente am Yala
Über Nuwara Eliya und Ella führte meine Reise weiter Richtung Yala Nationalpark. Unterwegs durfte ein Stopp an der Nine Arches Bridge natürlich nicht fehlen – inklusive frischer King Coconut in einem kleinen Café.
Am Yala lohnt sich eine Unterkunft direkt in der Buffer Zonedes Nationalparks. Denn manchmal kommt die Wildnis hier ganz von allein vorbei.
Im Uga Chena Huts saß ich am Abend mit einem Drink am Strand, als plötzlich ein wilder Elefant auftauchte – nur rund 50 Meter von der Bar entfernt.
Ein Sundowner, den ich wohl nicht so schnell vergessenwerde.
Barfuß Richtung Galle
An der Südküste wurde das Reisen wieder langsamer. Besonders verliebt habe ich mich in das Ahu Bay in Ahungalla: klein, lässig, unkompliziert und direkt am Meer. Mein perfekter Ort für einen Sonnenuntergang am Pool, begleitet vom Rauschen der Brandung.
Von hier lohnt sich ein Abstecher nach Lunuganga, demehemaligen Anwesen des berühmten sri-lankischen Architekten Geoffrey Bawa. Einverwunschener Garten voller überraschender Perspektiven – und ein schönerKontrast zu Tempeln, Teebergen und Stränden.
Den Abschluss meiner Reise bildete Galle. Hinter den historischen Mauern des Forts verstecken sich kleine Gassen, Boutiquen, Cafés und Bars. Besonders schön wird es am Abend, wenn es ruhiger wird und die alten Straßen beleuchtet sind.
Mein Tipp: Galle nicht nur besuchen – eine Nacht bleiben und Zeit zum Treiben lassen mitbringen.
Was von Sri Lanka bleibt
Was war nun mein schönster Moment?
Der Sonnenuntergang zwischen den Reisfeldern? Die Stille imTeehochland? Der Elefant am Strand? Oder die unerwartete Begegnung in einemTempel?
Ich könnte mich nicht entscheiden.
Sri Lanka lebt für mich genau von dieser Vielfalt: von Naturund Kultur, wilden Momenten und stillen Augenblicken, vom Meer und den Bergen. Und vor allem von seinen Menschen – herzlich, fröhlich, offen und hilfsbereit.
Am Ende meiner Reise wusste ich nur eines ganz sicher: Ichbin verliebt in dieses Land.
Sri Lanka auf einen Blick
Für Entdecker: Sigiriya, Anuradhapura, Galle und kleineBegegnungen abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten.
Für Naturliebhaber: Teeberge, Reisfelder, Nationalparks,Elefanten und tropische Küsten.
Für Aktive: Wandern auf dem Pekoe Trail, Safaris,Schnorcheln, Tauchen, Surfen oder Rafting.
Für Genießer: Kleine Boutique-Hotels, duftende Currys, einKamatha Dinner zwischen Reisfeldern und Sundowner mitten in der Natur.
Für Strandliebhaber: Die passende Küste hängt von derReisezeit ab. Für die Sommermonate empfiehlt Moni besonders Passikudah, imWinter die Süd- und Südwestküste.
Welche Geschichte wird Ihre?
Vielleicht beginnt sie zwischen den Teebergen. Vielleicht vor einem Tempel, auf einer Safari oder barfuß am Indischen Ozean.




