Tischler Reisen feiert 30-jähriges Jubiläum und ist bis heute Inhabergeführt –
zum Geburtstag gewährt Thomas Tischler Einblicke in die ungewöhnliche Firmengeschichte
1976 begann alles mit der Vermittlung eines Flugtickets, heute zählt Tischler Reisen zu den alteingesessenen Reiseveranstaltern in Deutschland. Firmengründer und Geschäftsführer Thomas Tischler erinnert sich an seine Anfänge: Sein erster Nebenjob als Reiseleiter für einen Münchener Bus- und Flugreiseveranstalter brachte ihn, 18-jährig, nach London. „Die Maschine auf dem Rückflug unserer Reisegruppe von London nach München war halbleer, also habe ich damals ein paar junge Engländer angesprochen und Tickets von London nach München verkauft – zu einem günstigen Preis.“ 1975, drei Jahre später, kommt ihm der Zufall zur Hilfe: Einer der Engländer arbeitet mittlerweile in München, braucht einen Heimflug und erinnert sich an den Namen Tischler und ruft ihn privat an. Thomas Tischler – derzeit noch Lehrling der Immobilien-wirtschaft - organisiert ihm einen Flugschein und verdient dabei 30 Mark. Die Geschäftsidee für Tischler Reisen ist geboren.
Tischler wird durch Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt unter englischen Gastarbeitern und deren Familien in Bayern. „Bald war meine Kundendatei 800 Namen stark.“ Der Wohnzimmerbetrieb wächst, die starke Nachfrage zur Weihnachtszeit bringt Tischler auf die Idee, „empty legs“ von englischen Ski-Reiseveranstaltern wie Inghams und Thomson zu kaufen. Eine Nische, die sich lohnt und finanzielle Freiräume für ein Büro und neue Visionen schafft: die Organisation von Philippinen-Reisen für Abenteurer und die daraus resultierende Tätigkeit als Subcontractor für Marlboro Ende der siebziger Jahre. 1982 entsteht der erste Fernreise - Katalog, Zielgebiet: Asien.
Inzwischen konzentriert sich Tischler Reisen ausschließlich auf individuelle Fernreisen und bietet hier für die Destinationen Asien, Arabien, Indischer Ozean und Pazifik ein umfangreiches, flexibles Baustein-Programm.
„Wir haben uns schon immer in der Nische getummelt“, sagt der findige Reise-Profi heute. „Als alle nach Pattaya wollten, haben wir schon Ko Samui angeboten. Erreichbar zu der Zeit nur über Surat Thani. Bis heute ist die Nische der rote Faden bei Tischler Reisen. Tischler Reisen war der erste Veranstalter, der Qatar intensiv vermarktete. Jüngstes Beispiel: Arabien. Thomas Tischler erkennt frühzeitig den aktuellen Reisetrend und entdeckt 2004 die neu gegründete Etihad Airways für den deutschen Markt. Noch ist Tischler Reisen der einzige Anbieter, der die Rub Al Khali Wüste im Programm hat. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Doha, Qatar und der Oman werden zum zweitgrößten Zielgebiet bei Tischler Reisen nach Asien und erweitern das Destinations-Portfolio auf insgesamt 36 Länder.
„Wir wollen anders bleiben,“ antwortet Thomas Tischler auf die Frage nach seiner Zukunftsvision. „Tischler Reisen hält fest an der vollen Provision für den stationären Vertrieb, Malus und Reiseindustrie bleiben ein Unwort. Die Kunden werden wie eh und je dank Baustein-Reisen à la Carte bedient und alle Wünsche getreu der Firmenphilosophie „Die persönliche Art des Reisens“ betreut. Eine Win-Win-Situation für Kunden, Reisebüros und Veranstalter.“
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